Schild mit Bitte keine Werbung aufschrift

Adblocker

Beim Adblocker handelt es sich um eine App oder eine Browsererweiterung, welche den User beim Surfen im Internet begleitet, um die gängigsten Werbeformate zu erkennen und auszublenden. Sie sorgt dafür, dass auf Webseiten enthaltene Werbung dem Besucher nicht angezeigt wird. 

Adblocker sind von sogenannten Scriptblockern zu unterscheiden. Während die Ersteren dem Ausblenden der Werbeangebote dient, sind zweitere für die Sicherheit des Webnutzers da. NoScript für Firefox und ScriptSafe für Google Chrome sind die gängigsten Scriptblocker am Markt.

Lesedauer: 4 Minuten

Was ist ein Adblocker?

Wie in der Einleitung schon erwähnt, handelt es sich bei einem Adblocker um eine App oder eine Browsererweiterung, welche für die gängigsten Browser angeboten wird. Firefox, Chrome, Safari um nur einige zu nennen. 

Er wurde hauptsächlich dafür entwickelt, einer aufdringlichen Werbestruktur im Internet Gegenhalt zu leisten. Mit anderen Worten, in der Vergangenheit wurden vermehrt Webseiten dazu missbraucht penetrant Werbung zu schalten. Diese erkannte man daran, dass bei einem öffnen der Seite sich viele weitere sogenannte Pop-Ups geöffnet haben. Das wurde von der Mehrheit als sehr lästig empfunden und deshalb musste fast dagegen vorgegangen werden. 

1999 schon wurde der erste Adblocker Webwasher für den PC veröffentlicht. Weitere Browsererweiterungen wie Adblock Plus oder Ublock folgten. Auch Google bietet einen solchen Service an. 

Wie funktioniert ein Adblocker?

Die Funktionalität eines Adblockers ist kein Hexenwerk. Im Grunde genommen begleitet er den User beim Surfen und erkennt die gängigsten Werbeformate anhand des Dateinamens, der Position auf der Webseite oder ihrer Pixelgröße und blendet diese aus. 

Funktionsweise eines Adblockers

Wie am Foto erkennbar wird der User begleitet und die aufgerufene Seite als Erstes nach verdächtigen Werbungen gescannt. Dazu werden als Erstes die Pop-Ups blockiert. Danach wird die Position, die Pixelgröße und der Dateiname der Werbeeinblendungen ermittelt und anhand diverser Filterlisten etc je nachdem ausgeblendet oder zugelassen. Der Besucher bekommt dann die gefilterte Website angezeigt. 

Meist wird in der Symbolleiste angezeigt, ob oder wie viele Werbeeinblendungen gefiltert wurden. Eine recht praktische Angelegenheit meine ich.  

Sollte man einen Adblocker nutzen?

Das Nutzen eines solchen Werbefilters bietet natürlich Vorteile, aber auch Nachteile. So kann man auf der einen Seite die penetrante Werbebereitschaft mancher Seitenbetreiber durchaus übergehen, auf der anderen Seite sollte man sich schon darüber bewusst sein, dass es diesen Artikel wahrscheinlich nicht gäbe, wenn es nicht genau durch solche Werbungen finanziert worden wäre.

Hier ein lustiges Video dazu:


Vor- und Nachteile eines Adblockers

Vorteile:

  • Einfache Anwendung (Das Installieren und die Anwendung eines Adblockers ist einfach zu handhaben)
  • Ungestörtes Surfen möglich
  • Verbesserte Sicherheit (Durch das rasche Blockieren der Pop-Ups haben Trojaner oder Malewares keine Möglichkeit, sich am Rechner auszubreiten)
  • Lern und Merkfunktion (Die meisten Adblocker verfügen über eine Lern- bzw. Merkfunktion, die gewünschte Werbung erkennt und sie trotzdem einblenden lässt)
  • Gemeinnützige Werbung (Manche der Werbefilter beinhalten die Funktion, normale Werbeeinblendungen durch gemeinnützige Werbungen zu ersetzen. So kann man "schlechte" Werbung durch "gute" ersetzen
  • geringerer Verbrauch von Datenvolumen
  • Programme meist kostenlos

Nachteile:

  • Aufzeichnung des Surfverhaltens 
  • Manchen Seiten erkennen einen Adblocker und geben den Inhalt erst nach der Deaktivierung frei
  • Andere Webseiten sperren Nutzer von Adblockern kategorisch aus
  • Wenig bis gar keine Kontrolle über die erhobenen Daten

Was bedeutet das für den Seitenbetreiber? 

Für den Seitenbetreiber sind Adblocker natürlich ein Fluch. Wird Ihnen mit so einem Tool doch ein wesentlicher Teil ihrer Einkommen verwehrt und damit die finanzielle Grundlage für die Berichterstattung genommen. 

Aber nicht nur das, es hat auch wesentlichen Einfluss auf SEO und anderer Trackingfunktionen. So kann das Besucherverhalten nicht mehr so genau analysiert werden. In weiterer Folge die Zielgruppe nicht mehr so genau bestimmt werden und damit erhöhen sich auch die Werbekosten für den Werbenden enorm. 

Ist Adblocking erlaubt?

Um die Frage vorweg zu beantworten: Ja, Adblocking ist erlaubt. Jedoch nicht alle Funktionen, die einen zur Verfügung gestellt werden.

Hier ein Artikel dazu im Handelsblatt von 2016: Adblocking ist erlaubt, Whitlisting nicht

Für jene Personen oder Unternehmen, die auf Werbeeinnahmen angewiesen sind, stellt Adblocking ein Riesen Problem dar. Laut dem BVDW (Bundesverband Digitale Wirtschaft) gehen der Branche ein dreistelliger Millionenbetrag im Jahr durch die Lappen. Einige Medienhäuser reagierten bereits und sagen den Adblockern den Kampf an. Um Artikel zu lesen, müssen Nutzer ihren Blocker ausschalten oder ein Abo abschließen. 

Mein Fazit?

Ich persönlich nutze Adblocker in ganz besonderer Weise. So habe ich in meinem Standardbrowser keine solche Erweiterung installiert. Und zwar genau aus dem oben beschriebenen Grund. Ich bin der Meinung, dass Seitenbetreiber, die guten Inhalt bieten, auch dementsprechend entlohnt werden sollten. Aus eigener Erfahrung weiß ich ja, wie viel Arbeit in solchen Projekten drinnen steckt.  

Jedoch habe ich einen zweiten Browser mit einer Adblocker Erweiterung installiert, mit dem ich ausschließlich Websites besuche, mit dessen Inhalt ich nicht einverstanden bin. Meistens handelt es sich dabei um populistische Newsseiten usw. Am Smartphone genau so. Einmal den Browser, einmal den Blocker. Den einen für den Alltag, den anderen nur für Seiten, die ich finanziell nicht unterstützen möchte. Das geht sogar so weit, dass ich diverse Videos, die auch auf Youtube gelistet sind, über die Webseite mit dem Webblocker anschaue. Damit dieser Kanal von mir keine Einnahmen generiert. Ist zwar etwas aufwendiger aber ich finde, diese Lösung ist eine gute für mich. Aber das muss jeder für sich entscheiden. 

Adblocker Anbieter im Überblick?

In der Regel gibt es schon sehr viele Adblocker Tools am Markt. Kostenpflichtig sowohl auch kostenfrei. Hier habe ich ein paar aufgelistet, welche meiner Meinung nach benutzerfreundlich und seriös sind. Die Entscheidung, ob oder welchen du für dich in Anspruch nimmst musst du selbst treffen. (Einfach auf die jeweilige Box klicken) 

1

AdGuard

Blockiert alle Anzeigen und Anzeigeprogramme, inklusive Video Werbung, Klickbare Werbung, Multimedia Werbung, Textanzeigen. 

2

AdLock

Gibt`s in drei Variationen. Desktop, Chrome Erweiterung und Android App. Blockiert alle Arten von Werbung. 

3

AdBlock

Adblock löscht Videowerbung bevor sie jemand sieht, obwohl diese sich in der Mitte des Videos befinden. Blockiert auch alle anderen Werbungsarten sehr zuverlässig. 

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